Dienstag, 15. Dezember 2015

Schlussendlich..


Nachdem Jil und ich entschieden haben, eine Arbeit über Ka Moser zu schreiben mussten wir uns zuerst intensiv mit ihrer bisherigen Arbeit auseinandersetzten. Durch Ihr Alter von 78 Jahren und ihrem bisherigen künstlerischen Werdegang, wurden wir automatisch ein wenig eingeschüchtert. Wir wussten, sobald es zu einem Treffen kommen würde, müssen wir uns gut auf das Gespräch vorbereitet haben um ihr den nötigen Respekt gegenüber ihrer Person und ihrer Arbeit zu gewährleisten. Wir recherchierten über Ka, saugten alle findbaren Infos auf und lasen jeden kleinsten Artikel, den man über Ka finden konnte. Praktisch bei unserer Recherche war die Publikation Das Farbengedicht (edition fink, 2004), indem es viele brauchbaren Informationen zu lesen gab über ihren Werdegang und insbesonderen ihres Farbgedichts.
Als nächstes suchten wir eine geeignete Fragestellung, was sich als schwierig herausstellte.
Ka Moser deckt alle Arten von Kunstformen ab: Zeichnung, Malerei, Objekte, Musik, Fotografie, digitale Exkursionen, Prints. Da die Auswahl unüberschaubar gross war, fiel es uns besonders schwer uns auf eine Fragestellung zu einigen. Da Ka Moser eine grosse Palette an Kunstformen zu bieten hat, waren wir überfordert und absolut ratlos, welches Thema unsere Arbeit dominieren wird. Im Gespräch in unserem Team merkten wir beide schnell, dass uns die Persönlichkeit Ka Moser am meisten interessierte. Wer war diese Frau? Was hat sie schon alles erlebt? 
Wie kam es zu den doch recht facettenreichen Kunstformen?
All diese Fragen stellten wir uns, und nirgends fanden wir eine konkrete Antwort.
In den Herbstferien haben wir denn Kontakt mit Ka Moser aufgenommen, wir beide erhofften eine Zusagen ihrerseits, weil sie uns bereits zu diesem Zeitpunkt wahnsinnig faszinierte.
Wir schrieben ihr eine nette Mail, in der wir sie fragten, ob sie gelegentlich Zeit hätte ein Gespräch mit uns zu führen. 2 Wochen lang hörten wir nichts, die Nervosität stieg und stieg.
Und dann, nach zwei Wochen des Wartens erhielten wir endlich eine Antwort.
Das Treffen stand. Um ein paar konkrete Fragen vorzubereiten, lasen wir das Buch und orientierten uns an ihrer Biografie, die auf ihrer Internetseite zu lesen war. Der Tag des Gesprächs rückte immer näher und wir wurden nur nervöser. Die Angst vor einer Blamage war einfach zu gross.
Am Vorabend des Gesprächs klingelte dann mein Telefon, am anderen Ende Ka, die noch ein paar Fragen an uns hatte. Was das für eine Arbeit wäre und in welchem Umfang. Dieses Telefongespräch hat mir die Nervosität genommen und hat mich bestätigt in unserer Wahl für Ka.
Sie war von Anfang an auch an uns interessiert als Menschen und war sehr wissbegierig.
Am darauffolgenden Tag besuchten wir Ka in ihrer Wohnung, welches auch ihr Atelier ist in Bern.
Jil und ich haben uns einige wenige Fragen notiert, aber das Hauptziel von uns war, ein Gespräch entstehen zu lassen, da wir beide wussten, das Ka Moser genug zu erzählen hätte, durch ihre langjährige Erfahrung.Und so war es auch. Wir sassen zweieinhalb Stunden in Kas Wohnzimmer und lauschten den spannenden Geschichten und Anekdoten aus ihrem bisherigen Leben.
Hin und wieder erwähnte sie, dieses und jenes sage sie jetzt uns, es sei aber nicht nötig es in die Arbeit mit einzubauen. Innert 5 Minuten entstand einen angenehme Atmosphäre für ein wunderbares Gespräch. Ka Moser ist eine Persönlichkeit, wie man sie selten trifft. 
Nach dem Gespräch waren wir aber nur verwirrter als vor dem Gespräch. So viele, interessante Geschichten aus dem Leben einer Künstlerin. Jeder einzelne Schaffensphase wäre perfekt für eine Arbeit. Wir mussten das Gespräch erst ein paar Tage sacken lassen, um uns dann gemeinsam auf ein Thema zu einigen. Einige Tage später war uns recht schnell klar, dass wir nicht einfach nur eine Schaffensphase von Ka Moser näher untersuchen möchten, es käme Ka nicht gerecht. Wir kristallisierten folgende Meilensteine und Wendepunkte heraus: 
-Die erste Ausstellung
-Der Wechsel zu den Konzertperformances
-Die Geburt des Farbengedichts
-Digitale Exkursionen


Ein wichtiger Diskussionspunkt war nach diesem Entscheid, wie wir unsere Arbeit gliedern wollen.
Da wir das Gespräch mit Ka nicht aufgezeichnet haben, wäre ein Abdruck des Interviews nicht möglich. Und genau das finden wir besonders spannend, da wir uns nun komplett auf unsere Reportage stützen können. Wir haben uns dafür entschieden, die Reportage als das Herzstück der Arbeit erscheinen zu lassen. Die Reportage soll dem Leser Einblick schenken in das Leben und das Arbeiten der Ka Moser. 
Um offene Fragen zu klären zu den Meilensteinen, vereinbarten wir mit Ka Moser ein 
zweites Treffen. Bereits beim Eintreten in das Haus, empfängt einen die Vertrautheit der Atmosphäre des Gebäudes. Wir nehmen auf denselben Stühlen Platz und bekamen die Antworten auf die noch offenstehenden Fragen. Bevor wir gingen, wurden wir noch verpflegt mit Vermicelles und Kaffee. Am Tisch mit Ka Moser, ganz frei von schulischen Aufgaben, genossen wir das Gespräch mit ihr. Am Ende haben wir noch versprochen, die fertige Arbeit vorbeizubringen.
In der Schule haben wir uns ans Schreiben gemacht. Erste Texte und Gliederungen wurden verfasst. Das Zeitmanagement war nicht unsere grösste Stärke, aber wie auch Ka Moser selber sagte, mit Zeitdruck arbeitet es sich meistens besser.
Entstanden ist eine Arbeit, die mit seinem Herzstück, der Reportage, den Leser in die Welt von Ka Moser eintauchen lässt und die Faszination zu der Künstlerin näher bringen soll. 










Mittwoch, 28. Oktober 2015

Projektskizze

Ka Moser ist uns sofort ins Auge gestochen und hat unsere Künstlerwahl sehr einfach gemacht.
Eine 78-Jährige Dame, die nacht etlichen Jahren als Kunschaffende immer noch ihrer Leidenschaft nachgeht 
und heute noch ausstellt.
Konzertperformances, Malerei, Objekte, Musik und Digitale Kunst. 

Ihre Farbgedichte, eine Farbkomposition immer bestehend aus 10 Farben und von ihr immer neu angeordnet und positioniert.


Ka Moser legt sich nicht nur auf eine Kunstform fest, sie bietet eine ganze Palette an Kunstformen.
Sie ist innovativ, hat im hohen Alter den Umgang mit der digitalen Welt, Drucker und Computer erlernt.
Ka Moser hat alles richtig gemacht, denn sie hat das gemacht, was sie glücklich macht: Die Kunst.
Durch ihre Lebenserfahrung als Bildende Künstlerin bietet sie viel Stoff für ein etwas anderes Künstlerporträit.


Unser Ziel ist es, Ka Moser zu durchleuchten, erfahren, wie ihr interdisziplinäres Arbeiten entstanden ist,
was sie inspiriert und sie vielleicht noch inspirieren wird. 

Anhand des Interviews wollen wird Ka Moser als Künstlerin porträtieren.
Nach einem ersten Aufeinandertreffen in Ihrem Atelier, wollen wir herausfinden, 
auf welche Kunstform wir uns in unserer Arbeit fixieren wollen. 


Wir stellen und folgende Fragen:
Welche künstlerischen Meilensteine prägen Ka Moser?
Wo findet Sie die Inspiration immer neue Kunstformen anzunehmen?
Wie ist Ka Moser vom Farbgedicht zu der Computerkunst gekommen?








Kontaktaufnahme

Mitte September schrieben wir Ka Moser per Mail an:
Wir würden uns sehr freuen sie näher kennenzulernen.

1 Woche war vergangen. 
Keine Nachricht. Ungeduld machte sich breit.
Wie lange muss man auf eine Antwort warten?

2 Wochen waren vergangen...

Und dann kam die Antwort. Sie schrieb, sie würde sich freuen über ein Treffen, möchte bei dem ersten Treffen schauen, ob sie es gerne weiterführen würde. Sie gab uns eine genaue Wegbeschreibung ihres Ateliers,das auch ein Teil ihrer Wohnung ist.
Der Termin war also gesetzt. Jetzt mussten wir uns nur noch an die Fragen setzen..denn am 28. Oktober findet das Treffen definitiv statt.

Vorbereitung

Ka Moser ist eine Frau, die einem eine Menge erzählen kann.
Wo fängt man da also an? Was fragt man die Grande Dame?

27. Oktober
Letzte Vorbereitungen bei eine Bier. Morgen ist das Interview
Die Nervösität vor dem Interview ist bereits da, da diese Frau 87 Jahre alt ist, wahrscheinlich schon viele, guten Interviews geführt hat. Die Fragen stehen...

Veronique:
Später am Abend finde ich eine Combox-Nachricht auf meinem Handy.
Ka Moser versuchte mich zu erreichen, sie habe noch ein paar Fragen. Zuhause rief ich zurück.
Sie wollte wissen, warum wir sie ausgewählt haben,
in welchem Umfang das Interview stattfinden wird, wieviel wir von ihr schon kennen und vieles mehr. Ihr war wichtig, sich vorher einen Eindruck von dem zu machen, was wir wollen und was sie will. 
Recht schnell kristallisierte sich heraus, das sie sich freute über unser Interesse an ihr und ihrer Kunst.
Zudem meinte sie, so eine Arbeit müsse wachsen. Sie würde vorschlagen, am morgigen Tag das Interview locker zu führen und zu einem späteren Zeitpunkt, aus deren Antworten neue Fragen zu schöpfen und ein neues Treffen zu vereinbaren. 
15 Minuten dauerte das Gespräch. Es hat mir die Angst und Nervösität genommen, die ich vorher hatte. 

Heute findet das Interview statt. 
Froh darüber, dass wir wissen, das nicht alles nur auf diesem einen Interview beruhen wird. Wir können uns berieseln lassen von Eindrücken und je nachdem können wir unseren Fokus wieder komplett 
in eine andere Richtung lenken. Es nimmt uns den Druck und lässt uns die Freiheit, über das Treffen nachzudenken, zu reflektieren und festzulegen welcher Themenbereich uns am meisten interessiert.








Mittwoch, 14. Oktober 2015

FRAGESTELLUNG

WELCHE KÜNSTLERISCHEN MEILENSTEINE PRÄGEN KA MOSER?
DIE VIELFALT EINER KÜNSTLERIN

ZIELSETZUNG

DURCH KA MOSERS ERFAHRUNG IN MEHREREN KREATIVEN BEREICHEN
BIETET SIE VIEL STOFF UM ÜBER IHRE GANZE KUNSTLAUFBAHN ZU BERICHTEN.
WIE EINES ZUM ANDEREN KAM. 
VON KLASSISCHER MUSIK BIS HIN ZU FARBGEDICHTEN UND COMPUTERKUNST. WERDEGANG, MEILENSTEINE, ERFAHRUNGEN, HOCHS UND TIEFS, ERFOLGE UND MISSERFOLGE.
WIR WOLLEN KA MOSER DURCHLEUCHTEN, ERFAHREN, WIE SIE ZU IHREN KUNSTFORMEN KAM.WAS SIE INSPIRIERT HAT UND SIE VIELLEICHT NOCH INSPIRIEREN WIRD.
IHRE SICHTWEISE DES MÉTIERS ALS KÜNSTLERIN ZU ERFORSCHEN. 

WIR MÖCHTEN UNSER KÜNSTLERPORTRAIT SO PERSÖNLICH WIE MÖGLICH 
GESTALTEN.

DER SCHWERPUNKT LIEGT AUF DER VIELFALT DER VIELEN KÜNSTLERISCHEN BEREICHEN, DIE KA MOSER ABDECKT.

KA MOSER- EIN FARBGEDICHT.
BUNT GEMISCHT, VIELFÄLTIG UND AUSSERGEWÖHNLICH.